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fliesenbohrer.com »  Fliesenbohrer

Fliesenbohrer sind Spezialbohrer zum bohren von Löchern in Keramik, Fliesen, Naturstein und in einigen Fällen auch Porzellan. Das bohren von Fliesen birgt einige Schwierigkeiten. Zum einen ist die Oberfläche der Fliesen sehr glatt, so das einem der Bohrer leicht verrutschen kann und zum andern kann die Fliesen bei zu viel Druck auf die Bohrmaschine leicht springen, Risse bilden oder sogar brechen. Das Verrutschen des Bohrers kann man durch Ankörnen der Fliese, das heißt eine kleine Vertiefung mit einem Körner und Hammer in die Fliesenoberfläche schlagen, größtenteils vermeiden. Beim Vorkörnen an sich stellt man sich aber auch der Gefahr das die Fliese bricht. Weniger risikoreich ist es ein Stück Kreppklebeband auf die Fliese zu kleben, das durch seine raue Oberfläche das Führen des Bohrers kontrollierbarer macht. Beim Anbohren sollte man außerdem eine geringe Drehzahl verwenden, um mehr Kontrolle zu erhalten. Um das brechen der Fliese beim bohren zu vermeiden sollte man stets ohne Schlagwerk bohren.

Bei den Fliesenbohrern gibt es drei verschiedene Arten.

Die günstigste Art eines Fliesenbohrer ähnelt einem Betonbohrer und hat an der Spitze eine Schneide aus Hartmetall eingelötet. Der Durchmesser der Schneide entspricht dem des Schaftes und hat in der Regel einen Winkel um die 130 Grad. Zwei seitlich, wendelförmig eingearbeitete Nuten transportieren die Späne aus dem Bohrloch. Die Bohrerspitze ist meistens mit Titannitrid beschichtet um die Härte zu erhöhen.

Besser Kontrolle beim Anbohren erreicht man mit einem Fliesenbohrer, der vom Aussehen einem Glasbohrer ähnelt. Der Bohrkopf hat eine sehr spitzen Winkel, so das im Gegensatz zu einem normalen Bohrkopf, der mit dem Gesamtdurchmesser ansetzt, wird erst punktuell angebohrt und ein zunehmend weiter werdendes Loch ausgeschabt. Der aus HSS bestehende Schaft diese Bohrers ist im Durchmesser schmaler als die aus Hartmetall gefertigte Schneide und besitzt keine wendelförmige Nut.

Das beste Ergebnis erreicht man mit einem galvanischen Diamanten-Fliesenbohrer. Bei diesem Fliesenbohrer handelt es sich um eine Hohlbohrer, der in seiner Bohrkrone mit Diamanten durchsetzt ist. Grundsätzlich sollte mal bei allen drei Arten den Fliesenbohrer mit Wasser kühlen, doch gibt es auf dem Markt speziell für den Diamanten-Fliesenbohrer Bohrschablonen, die mit Saugnäpfen an der Fliese befestigt werden und über eine Wasserdruckbehälter mit Kühlwasser versorgt werden.


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